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stundensatz-handwerk.deRealistisch kalkulieren. Besser arbeiten.

Methodik: wie hier gerechnet wird

Diese Seite gibt Zahlen aus, nach denen Leute ihr Geschäft ausrichten. Also steht hier, woher jede davon kommt, und wo dieses Modell an seine Grenzen stößt.

Der Rechenweg

In dieser Reihenfolge, ohne Abkürzung:

  1. 365 Kalendertage abzüglich 104 Wochenendtage ergeben 261 Werktage.
  2. Davon ab: Feiertage, Urlaub, Krankheit, Weiterbildung und Ausfalltage. Übrig bleiben die Anwesenheitstage.
  3. Anwesenheitstage mal Arbeitsstunden je Tag ergeben die Anwesenheitsstunden.
  4. Abzüglich des unproduktiven Anteils bleiben die Produktivstunden. Das ist die entscheidende Größe.
  5. Personalkosten und Gemeinkosten ergeben zusammen die Jahreskosten.
  6. Jahreskosten geteilt durch Produktivstunden ergeben die Selbstkosten je Stunde.
  7. Plus Gewinnzuschlag, geteilt durch den Gegenwert des Forderungsausfalls, ergibt den Angebotssatz netto.
  8. Plus Umsatzsteuer ergibt den Bruttosatz für Privatkunden.

Warum der Forderungsausfall kein Aufschlag ist

Hier weicht diese Seite bewusst von der Formel ab, die fast überall steht, und zwar nicht aus Eigensinn.

Üblich ist, Gewinn und Forderungsausfall beide als Aufschlag zu addieren. Für den Gewinn stimmt das. Für den Forderungsausfall nicht: Wenn fünf Prozent des Umsatzes nie bezahlt werden, fällt ein Aufschlag von fünf Prozent bei genau diesen Rechnungen mit aus. Gedeckt ist der Ausfall erst, wenn durch den Gegenwert geteilt wird.

Auf 100 Euro Selbstkosten bei fünf Prozent Ausfall: als Aufschlag gerechnet105,00 €, richtig gerechnet105,26 €. Bei ein bis zwei Prozent ist der Unterschied klein. Wer mit fünf Prozent kalkuliert, weil er die Erfahrung gemacht hat, merkt ihn.

Ein Widerspruch, den wir nicht wegglätten

Die verbreiteten Angaben zu den Produktivstunden passen nicht zusammen, und das ist der wichtigste Unsicherheitsfaktor dieser Rechnung:

Rechnet man die dritte Angabe auf die zweite, landet man bei1092 bis1600 Stunden. Der oft genannte Planwert von 1400 setzt dagegen einen unproduktiven Anteil von etwa fünfzehn Prozent voraus. Beides steht nebeneinander im Umlauf.

Wir lösen das nicht auf, wir zeigen es. Der Vorgabewert von25 Prozent liegt am unteren Rand der dritten Angabe und damit am vorsichtigen Ende. Das ist die richtige Richtung für ein Werkzeug, dessen Zweck es ist, zu optimistische Kalkulation sichtbar zu machen. Die Empfindlichkeitstabelle im Ergebnis zeigt ohnehin, was andere Annahmen aus dem Satz machen: Das ist ehrlicher als ein Wert, der Genauigkeit vortäuscht.

Was dieses Modell nicht kann

Quellen

Alle Vorgabewerte, die keiner Quelle zugeordnet sind, sind als Annahme gekennzeichnet und im Rechner frei änderbar. Beitragssätze ändern sich jährlich: Der Stand dieser Seite ist der 16. September 2026.

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